Day 118.11.2007 |
[ Kathmandu – Besisahar (820m) – Bhulbhule (840m) ] |
Nach zwei Tagen Kathmandu treffen wir uns um 7:00 Uhr mit unserem Guide Khushang im Hotel. Per Taxi geht es zur Micro Bus Station und um 8:00 Uhr geht es dann von dort aus los. Erst einmal mitten in den Stau!
Nach 5,5h und einem Lunch Stop sind wir in Besisahar. Die Busfahrt ist schon mal deutlich schneller geworden…
Die Straße geht zwar inzwischen weiter als Besisahar aber wir starten den klassischen Trek.
In einem Dorf überqueren wir eine Brücke und gehen auf den „East Bank Trail“, auf der anderen Seite der Straße. So umgehen wir Khudi und es geht schon ein bisschen rauf und runter bis man nach Bhulbhule kommt. Da es schon später Nachmittag ist und die Sonne langsam untergeht, werden die Felder in schönes Licht getaucht.
Wir sind in der Arjun Lodge. Die Lodge ist eher Durchschnitt. Viele übernachten nicht mehr unbedingt in Bhulbhule wegen der Straße. In der Lodge ist auch eine riesige Gruppe von Hauser… wir sind in Nepal und umgeben nur von Deutschen…
Day 219.11.2007 |
[ Bhulbhule (840m) - Jagat (1300m) ] |
Auf dem Trek heute haben wir immer mal wieder die Hauser-Gruppe überholt und umgekehrt und auch beim Mittagessen in Bahundanda hat es uns in dieselbe Lodge gezogen.
Vor Bahundanda geht es recht steil bergauf. Von oben hat man schöne Ausblicke in beide Richtungen des Tals. Nach Bahundanda geht es wieder steil bergab und danach im munteren Auf und Ab weiter nach Gherma und direkt danach Syange. Man hat hier teilweise schöne Ausblicke runter auf den Fluss.
Der Aufstieg nach Jagat hat es dann wieder in sich. Zum Schluss werden wir noch von einer Eselskolonne ausgebremst, die nicht schneller sind als wir.
Die Straße verlief auf dem heutigen Stück immer auf der anderen Talseite entlang. Man hat davon nichts mitbekommen. Manchmal fahren auch Jeeps. Kritisch wird es nur wenn sich zwei entgegen kommen…
Zwischen Syange und Jagat konnte man an manchen Stellen den Straßenbau begutachten. Vielfach sind es junge Männer in Spitzhacken. Aber auch einen Bagger habe ich gesehen. Wenn man das so sieht, kann man sich aber vorstellen, dass die Vollendung der Straße noch eine Weile dauern wird. In Jagat sind wir in der North Face Lodge welche ganz gut aus – mit eigener Toilette.
Day 320.11.2007 |
[ Jagat (1300m) – Dharapani (1900m) ] |
Anstrengender Tag. Lag auch daran, dass es mir nicht gut ging. Fing schon in der Nacht an mit Übelkeit, Gliederschmerzen etc.. Bei 1300m kann es keine Höhenkrankheit sein. Dafür ist es eigentlich zu niedrig. Außerdem hatte ich noch nie große Probleme mit der Höhe…
Von Jagat nach Chamje geht es sehr steil berghoch. Immer auf felsigem Untergrund – nicht angenehm. Kurz vor Tal sollten eigentlich Maoisten warten und Spenden sammeln hatten wir gehört. Aber es waren keine da. Dafür war der Anstieg vor Tal extrem anstrengend.
Nach Lunchstop in Tal geht’s weiter nach Dharapani. Die ganze Strecke werden wir von Eselkarawanen begleitet. Die sind auf Dauer äußerst unangenehm. Sie lassen einen schwer vorbei, blockieren den ganzen Weg und wenn man sich dann mal vorbeigekämpft hat, haben sie einen bei der nächsten Pause wieder eingeholt und gehen wieder vorbei, um dann bei der nächsten Steigung wieder den Weg zu blockieren… und so weiter…
In Dharapani sind wir im 7 Hotel – ganz gut wieder mit eigener Toilette. Inzwischen versteht unser Guide sehr gut, was uns so als Lodge gefällt und ist immer schon vor uns da…
Day 421.11.2007 |
[ Dharapani (1900m) – Chame (1700m) ] |
Das Stück von Dharapani bis Bagarchap geht auf breitem Weg, recht angenehm zu laufen. Aber soll das dann mal die „Straße“ sein? Dafür ist es eigentlich auch wieder nicht gut genug.
Hinter Danaque geht es steil bergauf und es macht mir deutlich zu schaffen. Bei Timang ist das gröbste überstanden und wir machen Lunchbreak mit herrlicher Aussicht auf Manaslu – der erste 8000er der Tour.
Das Laufen mit unserem Porterguide Khushang hat sich inzwischen auch sehr gut eingespielt. Da wir auch gerne mal alleine gehen, gehen wir meistens vor und er holt uns dann irgendwann ein. Berghoch sind wir meist etwas schneller, sonst ist er deutlich schneller – auch mit dem ganzen Gepäck. Am Zielort sucht er dann schon mal ein Zimmer in den guten Hotels des Orts für uns.
Der Weg ist auch alleine problemlos zu finden. Nur in Bagarchap haben wir uns heute mal etwas verlaufen und landeten im Gestrüpp. Irgendwann haben wir den Weg wieder unter uns gesehen und mussten dann querfeldein bergrunter. Dabei sind wir dann auch wieder hinter die „Hausers“ zurückgefallen, die meistens in einer Kette marschieren… für mich wäre das nichts…
Das restliche Stück nach Chame war dann auch recht angenehm zu laufen. Breiter Weg durch waldiges Gebiet.
Chame ist noch etwas grösser als die anderen Orte bisher. Und wenn man etwas an Trekking Ausrüstung vergessen hat, kann man hier noch alles nachkaufen. Die Auswahl ist ausreichend groß.
Abends gibt es noch einen malerischen Sonnenuntergang auf den Manaslu.
Day 522.11.2007 |
[ Chame (2700m) – Upper Pisang (3300m) ] |
Die Strecke bis Bhratang geht auf breitem Weg (Straße) durch den Wald. Es ist auch mal ganz angenehm auf etwas breiterem zu laufen. Auf dem Weg hat man einen guten Blick auf Lamjung Himal (6983m).

Danach geht die Strecke sehr spektakulär auf einem aus den Felsen gehauenen Stück weiter. Nach einer weiteren Überquerung des Flusses geht es steil hinauf nach Dhukre Pokhari (3050m), wo wir Mittag machen.
Danach geht es über alpines Gelände auf weiter Ebene Richtung Pisang. Man hat jetzt endgültig die engen Schluchten der ersten Tage hinter sich gelassen und ist in weitem kahlen Gelände.
Wir entscheiden uns in Upper Pisang zu bleiben. In Lower Pisang sind die Lodges zwar besser, aber von oben hat man eine super Aussicht auf Annapurna II und Außerdem mehr Sonne. Als wir gegen halb 3 oben ankommen, liegt Lower Pisang unten schon im Schatten, während wir noch kräftig Sonne haben.
Die Zimmer in der Annapurna Lodge sind sehr einfach, aber sauber. Aus dem Nachbarzimmer hört man jedes Geräusch und einen Spalt in der Holzwand habe ich mit dem Kulturbeutel zugehängt. Da wir direkt neben der Toilette sind, haben wir es zwar nicht weit zu laufen, aber hören auch hier alles…
Day 623.11.2007 |
[ Upper Pisang (3300m) – Manang (3540m) ] |
Von Pisang geht es zunächst eine halbe Stunde gemütlich den Hang entlang – leicht bergab. Nach einer Brücke beginnt der Aufstieg nach Ghyaru (3670m), fast 500m steil den Berg hoch. Wir brauchen ca. 45 Minuten.
Der Ausblick von oben ist aber auch überwältigend: Lamjung Himal, Annapurna II und III etc. Der bisherige Höhepunkt auf dem Trek.

Das Dorf hat sich auch noch seinen altertümlichen Charme bewahrt. Zum Lunch geht es größtenteils gemütlich auf traumhaften Höhenweg nach Ngawal (3657m). Dort genießen wir in einem schönen Rooftop Restaurant weitere traumhafte Ausblicke.
Die alte tibetische Frau ist mit unserer Dal Bhat Order zunächst etwas überfordert, aber das Endergebnis ist sehr gut. War dann auch eine sehr lange Mittagspause. Da wir zudem heute nicht besonders schnell unterwegs sind, sind wir wohl so ziemlich die letzten Touristen die in Manang ankommen. Haben daher Schwierigkeiten ein gutes Zimmer zu finden und das heiße Wasser aus der Dusche ist auch schon weg. Wir bleiben in der New Yeti Lodge erst mal in einem Zimmer ohne Toilette mit der Option den nächsten Tag zu wechseln. Wir werden ja hier in Manang einen Akklimatisierungstag/Ruhetag machen.
Day 724.11.2007 |
[ Manang (Ruhetag) ] |
Zur Akklimatisierung macht so gut wie jeder in Manang einen Ruhetag. Es bieten sich verschiedene Daytrips an, um noch ein wenig höher zu gehen, um die Höhenanpassung zu verbessern.
Wir machen einen Ausflug zum „100-Rupien-Lama“, der in einer Art Höhle über Manang lebt. Von unten sieht das mit vielen Gebetsfahnen geschmückte „Gebilde“ fast aus wie eine Kloster. Der Weg hoch – ca. 400 Höhenmeter – ist sehr steil und anstrengend. Wenn man oben ankommt tauscht der Lama sein Baseball-Cap gegen rituelle Kopfbedeckung aus. Gegen Spende von 100 Rupien wird man gesegnet. Man muss die Schuhe ausziehen und darf dann die Höhle betreten. Einzeln tritt man vor und kniet nieder. Er spricht ein Gebet und schüttet einem eine undefinierbare Flüssigkeit in die Hand, die man zuerst schlürfen und sich dann über den Kopf streichen soll. Dann bindet er einem ein geflochtenes Bändchen um den Hals und schlägt mit dem Gebetsbuch sachte auf den Kopf.
Damit ist man gesegnet und der heilen Überquerung des Thorung La steht nichts mehr im Wege. Während der ganzen Zeit dreht die Frau des Lama stetig die Gebetsmühle. Er ist im übrigen 91, sie 90 Jahre alt.

Der Abstieg gestaltet sich schwieriger als gedacht, da wir vom richtigen Weg abkommen und es ganz schön rutschig und steil wird. Aber irgendwie kommen wir dann doch heil herunter.
Zurück in der Lodge frieren mir beim Wäsche wachen fast die Finger ein und die Hot Shower ist auch nicht besonders heiß. Ansonsten ist die New Yeti Lodge sehr gut. Auch das Essen ist super.
Manang hat sich im Vergleich zu früher extrem verändert. Die Straßen sind breiter und die Hotels sind alle wesentlich grösser und neu. Das Hotel wo ich vor 8 Jahren war, gibt es zwar auch noch, sieht aber so aus als würde es bald zusammenbrechen…