Vom Flughafen geht es für 6 USD zum Panorama Hotel, welches ganz in Ordnung ist. Vom Zimmer sieht man sogar die Schwedagon Pagode.
Wir haben vieles von Deutschland aus vorgebucht: Inlandsflüge und Hotels. Züge fuhren leider keine. Wir haben bei „Fascinating Land Travels“ gebucht, das von einem Deutschen in Yangon geleitet wird. Ist sehr zu empfehlen. Hat alles bestens geklappt. Am Nachmittag hole ich die Reiseunterlagen ab.
Dann noch etwas durch die Stadt gelaufen. Ist alles recht chaotisch und dreckig. Erinnert etwas an Indien vor 10 Jahren. An der Sule Pagode soll man angeblich gut Geld auf dem Schwarzmarkt tauchen können. Legal tauscht hier niemand…
Wir landen in einem Shop bei einem Händler, der uns 1200 Kyat pro USD gibt. Wäre bestimmt mehr drin gewesen (1250), aber er war bei zweimaliger Umrundung der Pagode der einzige (!) der uns angesprochen hat. Danach – in den Nebenstraßen – wurden wir ständig mit „change money“ angesprochen. Beleuchtet ist die Sule Pagode auch sehr reizvoll…
Am Vormittag kaufen wir etwas ein. Wir sind auch auf dem Scott Market, wo es aber primär Stoffe, Schmuck und andere Souvenirs gibt. Alles nicht so interessant.
Am Nachmittag fahren wir zur Schwedagon Pagode. Das ganze massive Gold ist schon sehr beeindruckend. Auch die ruhige gelassene Atmosphäre ist sehr entspannend, wenn man mal eine Pause macht vom ermüdenden Barfuß-Laufen. Denn das muss man hier in jeder Pagode.
Auch bei Sonnenuntergang bzw. im Dunkeln ist es sehr malerisch. Da kommt das extra mitgenommene Stativ auch mal zum Einsatz. Andere nehmen Mülleimer oder menschliche Schultern als Stativ…
Abends waren wir im Kandawgyi Palace Hotel am gleichnamigen See essen. Sehr gutes Essen und nicht übermäßig teuer.
Der Flug mit Air Bagan nach Mandalay verlief ohne Probleme und war ziemlich pünktlich. Der Flughafen in Mandalay ist ziemlich überdimensioniert und mitten in Pampa. Es gibt keinen Bus. Es gibt nichts. Daher ist man der Taxi Mafia hilflos ausgeliefert.
Wir schauen uns erst ein paar Hotels an und bleiben dann im Silver Star Hotel (26 USD).
Mandalay als Stadt hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt („Road to Mandalay…“). Yangon hatte ja schon wenig Charme. Mandalay hat gar keinen! Breite staubige Straßen. Alles ist riesig. Man kann eigentlich nirgendwo hin laufen. Wenn es nicht so gross wäre, könnte es ein verstaubter Grenzort sein. Naja, dafür gibt es ja in der Umgebung einiges zu sehen...
Am Abend waren wir noch auf dem Mandalay Hill. Leider war es recht diesig, so dass man nicht viel gesehen hat.
Am morgen fahren wir mit dem Bus nach Mingun (3 USD). Die Bootsfahrt ist sehr gemütlich und dauert ca. 1,5 Stunden. Die unvollendete Pagode von Mingun ist sehr beeindruckend wenn man sich vorstellt, was geworden wäre… und wenn sie dann ggf. noch vergoldet worden wäre… Man kann auch hoch klettern. Von oben hat man eine schöne Aussicht.
Nachmittags fahren wir nach Amarapura zur U-Bein Brücke, die längste Teak Holz Brücke der Welt – ca. 1,2 km. Wir fahren mit öffentlichen Bussen. Am schwierigsten ist den richtigen Abfahrtsort zu finden. Der Reiseführer stimmt nicht mehr. Die Fahrt ist unbequem und eng. Aber sollte man auch mal gemacht haben. Die Leute sind sehr freundlich und sagen uns wann wir aussteigen müssen und weisen uns dann auch noch in die richtige Richtung.
Die Brücke ist sehr schön. Für den Sonnenuntergang mieten wir uns ein Boot. Sehr malerisch vom Wasser aus!
Heute haben wir ein Taxi für den ganzen Tag gemietet. Zuerst sind wir in der Stadt zu einer Blattgold Manufaktur gelaufen. Dort schlagen die Männer rhythmisch immer auf die Blattgold Pakete ein.
Danach geht’s zur Mahamuni Pagode. Dort wird sehr viel von dem Blattgold verbraucht. Eine Buddha Figur ist bis zur Unkenntlichkeit – mit Ausnahme des Gesicht – mit Blattgold beklebt. Ich bringe auch ein Blättchen an. Frauen müssen hier draußen bleiben…
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Blattgold Manufaktur |
Mahamuni Pagode |
Nachmittags fahren wir ins ca. 40km entfernte Sagaing, wo es in den Hügeln unzählige Pagoden gibt. Am interessantesten sieht das ganze aber aus der Entfernung aus. Aus der Nähe sind es auch nur einzelne Pagoden, von denen es hier nun mal sehr viele gibt…