Türkei

Diyarbakir, 27. May 2001

 

Ankara

Ich war zunächst in Ankara für ein paar Tage um die Visa zu organisieren. Ankara ist gar nicht schlecht. Es gibt zwar eigentlich nicht viel zu sehen (und ich habe in den ganzen Tagen auch gar kein Sightseeing gemacht). Aber es ist eine ganz angenehme Stadt. Viele Parks und gutes Shopping. Ich habe auch 2 neue Hosen gekauft. Die anderen beiden waren nach 2 Monaten ziemlich hin. In Ankara zu sein ist wie ein tiefer Luftzug, den man in der Zivilisation nimmt. Aus dem Mittleren Osten kommend und in den Fernen Osten gehend. Es gibt wahnsinnig schnelle und billige Internet Verbindungen. Bier und Wein im Supermarkt. Was will man mehr?

News von der Visa Front. Das Pakistan Visa war recht einfach. Am selben Tag für schlappe 8 DM (billigstes Visum bisher). Allerdings muss man erst zur deutschen Botschaft gehen, um ein Empfehlungsschreiben zu bekommen. Jenes wird mit 20 DM veranschlagt (und nochmal 20 für Iran). Ziemlich teuer fuer einen Massenbrief in den nur der Name eingesetzt wird...

Das iranische Visum ist da schon etwas komplexer... Erst mal dauert es eine Woche um den Antrag zu bearbeiten. Als ich dann am vereinbarten Termin vor der Botschaft stand, war sie zu weil Feiertag war. Also noch eine ungewollte Übernachtung in Ankara. Am naechsten Tag also wieder hin. Das Visum scheint zu klappen. Dann muss man aber erst wieder zu einer bestimmten Bank in der Innenstadt fahren und wieder zurück. Und dann brauchen sie nochmal 6 Stunden bis 16 Uhr um die Visum Marke einzukleben. Aber dann hab ich ES!!! Hat 30 USD gekostet.

Kappadokien

Da mir die Wartezeit von einer Woche aber etwas zu viel für Ankara war, bin ich nach Kappadokien gefahren, wo ich vor 2 Jahren schon einmal auf meiner Interrail Tour war. Selber Ort: Göreme und selbe Pension: Koese. Denn es ist einfach klasse hier. Eine der beeindruckendsten Landschaften der Welt. Mit den wunderschönen Tälern und teilweise bizarren Gesteinsformationen, die durch eine Kombination aus Vulkanausbrüchen und unterschiedlich schneller Erosion zustandegekommen sind.

Anatolien

Via Ankara bin ich dann mit meinem Iran Visum in der Hand nach Malatya gefahren von wo ich einen Ausflug zum Mt. Nemrut gemacht habe. Auf dessen Gipfel liegen relativ viele Statuen und insbesondere deren Köpfe regelrecht herum. Ein bizarrer Anblick. Insbesondere bei Sunset, wenn sie in ein schönes Licht getaucht sind. Allerdings war die Tour - bin ja sowieso kein Freund von Touren - die ich dahin gemacht habe das reinste Chaos. Das Hotel wo wir eigentlich übernachten sollten war zu und so endeten wir schliesslich im Haus des Fahrers. Naja so sind wir in den Genuss von typischen kurdischen Familienleben gekommen was darin besteht, dass die Söhne rauchen und Fernseh gucken und die Töchter kochen und spülen...

Dann habe ich mich für 2 Tage in Diyarbakir - östliche Türkei und starkes (ehemaliges)PKK Gebiet - im Luxushotel mit Fernseher einquartiert, um die Formel 1 zu gucken. Die Stadt selbst war sonst ziemlich öde. Morgen gehts dann weiter nach Van von wo es nicht mehr weit in den Iran ist.


 

Kappadokien - Fort in Uchisar.
 

Pigeon Valley. Die bizarren Gesteinsformationen sind hier einfach phantastisch.
 

Uchisar
 
Rose Valley
 
Das Tal heisst passenderweise auch Love Valley...
 
 

 
Im Osten der Türkei war ich dann noch auf dem Mt. Nemrut. Von den Tempeln für einen König sind nur noch die Köpfe übrig geblieben...
 
Diese stehen jetzt einzeln herum und besonders schön ist es bei Sonnenuntergang.